Piratenpartei Mecklenburg-Vorpommern

Jörg Neubert

Kurzsteckbrief

Jörg Neubert
  • Geburtsjahr:1986
  • Heimatort:Greifswald
  • Familienstand:ledig
  • Beruf:Wissenschaftlicher Mitarbeiter Psychologie
  • Schwerpunktthemen:Energiewirtschaft und Umweltschutz, gesellschaftliche Teilhabe
  • Warum Piraten:Ich habe in keiner in Parlamenten vertretenen Parteien noch eine Option gesehen - darum musste ich selbst aktiv werden.
  • Und warum in den Bundestag?:Meine Chance auf einen Sitz im Bundestag ist als 6. der Landesliste vernachlässigbar.
  • Blog/Website:Weblink

Landesliste Listenplatz 6

Zugegeben, meine Chancen auf einen Sitz im Bundestag sind vernachlässigbar. Dennoch hilft jede Zweitstimme für die PIRATEN auf den Wahlzetteln am 22. September 2013, dass auch von mir vertreten Ideen, Ziele und Vorstellungen in unserem Parlament getragen  werden.

Welche wären das?

Ich will nicht länger dabei zusehen, wie junge Mecklenburger und Pommern hier ihre Ausbildung erhalten, eine Perspektive suchen, dabei gerne hier blieben und dann doch in ein anderes Bundesland ziehen, um dort einen Job anzunehmen.

Zur Lösung dieses Problems muss vermutlich die Nutzung der Landfläche anders gefördert werden. Mecklenburg-Vorpommern kann seine weitläufigen Landschaften für drei große Wirtschaftszweige nutzen: Landwirtschaft, Energiegewinnung und Tourismus – vor allem auch im Binnenland. Um möglichst vielen jungen Menschen eine Perspektive zu ermöglichen muss vor allem an der Vereinbarkeit dieser Branchen gearbeitet werden. Industrielle Landwirtschaft verträgt sich nicht mit Tourismus, darum müssen wir aufhören die Betreiber überdimensionierter Tiermastanlagen zu hofieren. Diese Anlagen arbeiten am tatsächlichen Bedarf vorbei, verderben uns Boden und Grundwasser und halten kleine Tourismusunternehmen von einem Start in ihrer unmittelbaren Umgebung ab.

Landwirtschaft muss wieder kleinteiliger werden. Junge Bäuerinnen und Bauern sollten eine Chance auf eigenes Land erhalten um Landwirtschaft zeitgemäß betreiben zu können. Warum sollten wir beispielsweise die Absolventen der Hochschule Neubrandenburg (Agrarwirtschaft, Lebensmitteltechnologie, Landnutzung) ziehen lassen anstatt ihnen in unserem Land eine Arbeitsgrundlage anzubieten?

Indem wir kleinere Landwirtschaftsbetriebe fördern, schaffen wir automatisch auch wieder mehr Arbeitsplätze in diesem Bereich. Wer für seinen eigenen kleinen oder mittleren Betrieb verantwortlich ist, kümmert sich letztlich auch wieder stärker um die Qualität seiner Produkte und seiner Arbeitsgrundlage. So könnte uns in Zukunft der ein oder andere Lebensmittelskandal erspart bleiben.

Dabei muss uns jedoch eines bewusst bleiben: Wenn wir wieder mehr Menschen im ländlichen Raum eine Beschäftigung ermöglichen, könnten Lebensmittelpreise steigen. Damit dies nicht nur die wirtschaftlich Schwächeren trifft, müssen wir unser Sozialsystem umbauen. Wer in unserem Land lebt sollte ein Recht darauf haben, eine Lebensgrundlage zu erhalten: Das Bedingungslose Grundeinkommen ist darum auch meine Vision für eine soziale Gesellschaft.